Unser Alltag: Hopp & Ex

In der Schädlingsbekämpfung ist Hopp & Ex der Marktführer im südlichen Schleswig-Holstein. Das kommt nicht von ungefähr. Der Firmengründer und Chef Luke ist unermüdlich im Einsatz, oft sogar am Wochenende. Für Dreckarbeiten ist er sich nicht zu schade. Er dampft und sprüht und wässert und ködert.  

 

Dafür hat er sich extra einen Bus zugelegt, eine Sonderanfertigung, die es ihm erlaubt, als eher kleines Tier ein Auto zu lenken und gleichzeitig sein Equipment zu transportieren. Allerdings gilt die Fahrerlaubnis nur für Landstraßen. Das macht aber nichts, weil die meisten Einsätze sowieso in der Nähe anfallen.
 
 
Manchmal nimmt er den Micky Bonaparte mit. Immer wenn etwas zu evakuieren ist oder großflächig inspiziert werden muss oder sonst wie vorzubereiten ist, erweist sich seine Hilfe als wertvolle Zeitersparnis, denn Micky bringt als Border Collie eine natürliche Autorität mit, die es ihm erlaubt, zum Beispiel rasch auf die Angehörigen der Kundschaft einzuwirken, um die gewünschten Ergebnisse ohne Umschweife zu erzielen.
 
 
Ich glaube, es ist inzwischen bekannt, dass die Firma Hopp & Ex gutes Geld verdient. Luke verfügt über ein ansehnliches Vermögen. Wir als Reisegruppe profitieren gelegentlich davon, indem uns schicke Hotels spendiert werden, die wir uns sonst nicht leisten würden, oder indem wir die Firmenlimousine benutzen dürfen, um schnell und bequem zu unseren Treffen zu gelangen. Dabei nutzt der Luke selbst die Limousine eher selten. Ihm persönlich ist Reichtum nicht sonderlich wichtig. Er ist ein Macher, ein Arbeitstier mit einem guten Sinn für die praktischen Resultate denn anfällig für hochfliegende Visionen, die am Ende doch keine Kohle bringen. Zur Limousine gehört ein Fahrer. Er bringt den Luke zu Geschäftsterminen, bei denen man Seriosität vermitteln muss. Dann achtet der Luke darauf, dass er nicht nach Chemie riecht oder verräterische Flecken auf dem Fell hat.
 
 
Gerade der Kundenkontakt ist sehr wichtig. Der Luke berät höchstpersönlich, immer freundlich, immer zugewandt und immer äußerst professionell.
 
 
Den Bürokram erledigt derweil der Micky Bonaparte zu Hause in M. Seine Lehre hat er vorzeitig beendet. So richtig angekommen in seinem Beruf ist er dennoch nicht. Man weiß, dass er sich beruflich anderweitig umschaut. Er weiß nicht, was er machen will, was ihm Spaß und Erfüllung bringen könnte. Dieser Zustand ist natürlich auch dem Luke nicht verborgen geblieben. In letzter Zeit mehrten sich die subtilen Hinweise, dass auf den Bonaparte kein rechter Verlass mehr ist.
 
 
Nach längerem Abwägen hat der Luke daher die Reißleine gezogen. Der gesamte Büroverkehr ist jetzt zur Filiale in H. verlegt worden. Der Micky ist nun im Außendienst tätig. Neben den Aufgaben der Evakuierung, die er sowieso schon inne hatte, bietet der Luke jetzt der Kundschaft einen neuen Service an, das Babysitting. Man bedenke, wenn auf so einem Bauernhof plötzlich die Invasion von ungebeten Gästen ausbricht, dann sind die Bewohner kopflos und überfordert und können sich vielleicht nicht adäquat um den Nachwuchs in Stall und Tenne kümmern. Hier kommt der Micky zum Einsatz. Er passt auf die Kleinen auf, spielt mit ihnen oder liest ihnen etwas vor. 
 
 
Noch ist der Service in der Erprobung. Man wird sehen, wie er sich auf die Dauer entwickelt, aber eins ist schon jetzt klar: Der Bonaparte verfügt über genügend Feingefühl, um inzwischen auch weiterführende Tätigkeiten auszuüben. Er kommt gut mit der Jugend zurecht. Inzwischen bietet die Firma Hopp & Ex auch pflegerische Tätigkeiten an, und zwar unabhängig davon, ob der Luke parallel den Stall ausräuchert oder nicht. Dazu gehört zum Beispiel die Aufzucht von Jungtieren.
 
 
Da der Service bisher gut angenommen wird, sind neuerdings pädagogische Angebote hinzugekommen. Sie beziehen sich auf die Vermittlung künstlerischer Fertigkeiten …


… oder sportlicher Kenntnisse.
 

Ich selbst habe mit dem Micky noch nicht ausführlich gesprochen, um in Erfahrung zu bringen, ob diese Schiene ihm das ersehnte berufliche Ziel beschert, aber ich denke, wenn man ihn schwer auf dem Smartphone erreichen kann und es früher anders war, dann ist das ja auch eine Aussage. 

Wie gesagt, der gesamte Schreib- und Telefonverkehr ist jetzt auf die Filiale übergegangen. Dort sitzen der Jack und der Emil. Sie halten den Laden auf ihre Weise am Laufen. 

 

 Die Arbeitsstile sind zwar recht unterschiedlich, wie man sieht, …
 
 

… aber das ändert nichts daran, dass beide Vollprofis sind. Der Luke kann sich jederzeit auf sie verlassen. Besonders die Arbeitsmoral verdient Erwähnung. Beide Mitarbeiter sind vorbildlich gut zu erreichen. Selten, dass sie sich mal vom Grundstück begeben, selbst in der Pause nicht. Und so sieht man, dass eine Idee ein voller geschäftlicher Erfolg werden kann, wenn alle am selben Strang ziehen. Bravo, Hopp & Ex! 
 

Fortsetzung folgt.
 
Alle Fotos sind KI-generiert. 
 
Fotos: Chatgpt unter verwendung von Originalbildern: Luke, Micky, Emil, Jack: © Club der glücklichen Vierbeiner
 
© Boff 

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